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DIE WILDEN JAHRE



DEN ÜBERGANG VORBEREITEN

Am Ende ist die Freude meist grösser als am Anfang. Dies bei den Teilnehmenden am Ende unseres Seminars, an dem wir uns vertieft mit der nachberuflichen Lebensphase auseinandersetzen. Ein halber Tag sprechen wir über Finanzen, Sicherheiten und Nachlass, der zweite halbe Tag umfasst persönliche, soziale und gesundheitliche Themen. Mit letzterem befasst sich unser heutiger Artikel.

Ein Dank an meine Referentenkollegin Claudia Meury und mein Partnerunternehmen, die ARTUS GRUPPE und die Referentenkollegen Ralph Nyffeler, Dieter Schäublin, Marius Jeker, Sven Kull und Franco Muroni.


ICH JETZT SCHON?

Viele sind überrascht, dass sie schon eingeladen sind, mit 55-Plus ist man doch noch jung und mitten im Leben. Ja richtig, ich finde das als Referentin jeweils auch. Alle sehen noch gut und fit aus und arbeiten, wie sie uns sagen, noch sehr gerne. Dennoch sagen am Ende alle Teilenehmende unserer mittlerweile 100 Seminare, dass es Sinn macht, sich frühzeitig damit zu beschäftigen. Denn es bringt Klarheit & Inspiration und dadurch Freude & Zuversicht auf die Pensionierung.


VIEL ZEIT & FREIHEIT

Nachdem das Finanzielle, die Absicherung und der Nachlass geklärt sind, geht es um den Alltag, und die Freuden nach dem Arbeitsleben. In diesem zweiten Seminarteil sprechen wir über den Übergang, über das Loslassen, über Befürchtungen und vor allem über das worauf ich mich freue. Es geht um die aktive Pensionierungs-Phase, in der wir noch Energie und Lust haben, viel Schönes zu erleben, Träume zu verwirklichen und einfach viel mehr Zeit für alles zu haben.


ZUKUNFTSREISE

Zu Beginn reise ich mit den Teilnehmenden in die Zukunft bis zum Ende unseres Lebens-Meters, der vor uns auf dem Tisch liegt. Wir fragen uns: Was werde ich am Ende über mein Leben sagen, mit welchen Gedanken möchte ich gehen? Was wird mir lieb und wichtig gewesen sein? Wir versetzen uns gedanklich an das Ende des Lebens und schauen, was dann wohl die beste Hoffnung sein wird. - Ruhe kehrt ein, die Gedanken gehen in die Tiefe. Die Sammlung von Gefühlen, die wir uns am Ende des Lebens wünschen sind persönlich aber oft ähnlich. Und sie berühren und inspirieren. Das Flipchart füllt sich.


MEIN ZUTUN

Und was kann ich bis dahin noch tun, um am Ende im besten Fall diese gewünschten Gedanken und Gefühle zu haben? Gemeinsam stellen wir fest, dass wir doch einiges selbst machen können, um unser Leben positiv zu gestalten. Schicksal, Gebrechen und Verlust können wir nicht ausschliessen, aber wir können lernen, gut damit umzugehen. Dabei hilft es zu wissen, was wir wollen und was wir anstreben. Vor allem hilft eine positive Grundeinstellung. So sind wir aktive Gestalter unserer Zukunft.


RESILIENZ

Reflektieren, sich seiner Stärken und seines Verhaltens bewusstwerden, ist etwas, was wir jederzeit selbst tun können. Das Thema Resilienz finden die Teilnehmenden interessant. Wir sprechen darüber, welche Faktoren uns helfen, schwierige Situationen im Alltag besser zu meistern. Wir alle haben Resilienz, nur jede/r hat die Faktoren mehr oder weniger stark ausgeprägt, wie wir beim kurzen Resilienz-Selbsttest feststellen. Was zeichnet sie aus, die resilienten Menschen? Sie haben Zugang zu ihrer eigenen Kreativität, akzeptieren ihre Lebenssituation, handeln eigenverantwortlich, gestalten ihre Zukunft und sind Regisseure ihres Lebens, gehen achtsam mit sich selbst um, sind netzwerkorientiert und pflegen ihre Beziehungen, handeln lösungsorientiert, sind optimistisch und kennen ihre Stärken.


DER KÖRPER

Ist gute Gesundheit Zufall? Neben Veranlagung und Schicksal kann man sich und seinem Körper durchaus bewusst etwas Gutes tun. Viel Bewegung, gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und die richtige Lebenseinstellung helfen, möglichst lange vital zu bleiben. Viele Themen des Seminars beziehen sich natürlich nicht nur auf den Ruhestand. Wir sollten uns und unseren Körper ständig pflegen. Wir tauschen unsere Erfahrungen in der Gruppe darüber aus und ergänzen sie mit Erkenntnissen aus der Forschung.


ZEIT & SELBSBESTIMMUNG

Die am häufigsten genannten Geschenke des Ruhestands sind Zeit und Selbstbestimmung. Diese neue Freiheit will gut genutzt werden. Was will ich tun oder lassen? Welche Träume möchte ich dann verwirklichen? Bei welchen Aktivitäten habe ich früher oft gesagt: «Ach, das mache ich erst, wenn ich in Rente bin!» Jetzt gibt es keine Ausreden mehr! Vieles ist möglich, auch mit kleinem Budget. Ich kann immer noch Neues lernen. Mir persönliche Ziele setzen, mir etwas vornehmen und planvoll angehen. Mich in einem Verein, einer Organisation oder sonst wo engagieren, wo ich Wertschätzung erfahre und meine Fähigkeiten einbringen kann. Und dann ist da noch das Nichtstun, das Geniessen und Träumen.


FREIRÄUME & GEMEINSAMKEIT

Welche Herausforderungen und guten Lösungen gibt es für das Leben als Paar oder als Single im Ruhestand? In jeder Gruppe finden wir gute Beispiele und Ideen, wie es gelingen kann. Durch den plötzlich veränderten Lebens- und Zeitrhythmus gilt es einerseits, die richtige Nähe und Distanz sowie das Verhältnis von Freiräumen und Gemeinsamkeiten neu zu suchen und zu definieren. Andererseits empfiehlt es sich, die zukünftige Rollenverteilung zu überdenken, damit beide Partner von den neuen Möglichkeiten und der neuen Zeitqualität profitieren können. Lebendige Beziehungen brauchen immer wieder klärende Gespräche, um Bedürfnisse zu formulieren, genau zuzuhören und hinzuschauen.


DER GELUNGENE ÜBERGANG

Seien Sie geduldig, es kann sein, dass Abschied und Übergang ein Wechselbad der Gefühle auslösen. Das ist ganz normal. Seien Sie mutig und probieren Sie immer wieder Neues aus. Tun Sie sich etwas Gutes und gönnen Sie sich Dinge, für die Sie bisher selten oder nie Zeit hatten. Freuen Sie sich und planen Sie kleine oder grosse Ausflüge oder Reisen. Knüpfen Sie neue Kontakte und suchen Sie Gleichgesinnte. Treffen Sie sich zum Kaffeetrinken, Mittagessen oder zu sportlichen Aktivitäten. Verwirklichen Sie Ihre Träume und überlegen Sie sich rechtzeitig, was Sie schon immer einmal tun wollten. Versuchen Sie dabei, nachhaltig und achtsam mit sich und der Umwelt umzugehen.


LEBENSENDE

Auch dieser Übergang, der grosse Übergang in den Tod - das Ende unseres irdischen Daseins - kommt früher oder später. Welche Befindlichkeiten im Sterbeprozess auftauchen können und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen, darüber sprechen wir im Seminar. Wie möchte ich sterben? Wir fassen uns kurz, aber das Thema gehört zum Leben. Wir sind davon betroffen, sei es als Angehörige oder als Sterbende selbst.


NOCH VIEL ZEIT

In unseren Seminaren wünschen sich die Teilnehmenden oft 15 bis 30 Jahre für die Phase des aktiven Ruhestands. Wir haben also noch viele gute Jahre vor uns. Studien zeigen, dass es Menschen gibt, die sich keine Gedanken über ihr kalendarisches Alter machen. 60-Jährige fühlen sich heute im Durchschnitt 13 Jahre jünger, als sie tatsächlich sind. Sie probieren Neues aus und stellen fest, dass sie noch zu Leistungen fähig sind, an die ihre Grosseltern zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich nicht einmal denken konnten. Auch das macht Hoffnung! Was meinen Sie dazu?


Mit diesen und einigen anderen Themen beschäftigen wir uns in unseren Pensionierungsseminaren. In diesem Artikel habe ich mich auf den zweiten Teil des Seminars konzentriert. Wo es um persönliche, gesundheitliche und soziale Themen geht, den Teil, den ich moderiere. Aber der finanzielle Teil gehört unbedingt dazu und ist nicht weniger wichtig!


Wann möchten Sie beginnen, sich intensiver mit der dritten Lebensphase, der Pensionierung, zu beschäftigen?


Unser kompaktes Seminar-Angebot am Aeschengraben in Basel steht allen offen. Mehr unter: https://www.rauszeitagentur.ch/pensionierungsseminar


Danke für das Interesse und herzliche Grüsse

Monika Keller

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