2019 - Rauszeit Agentur GmbH / Basel / Schweiz

Etappen 7 - 13: Mallnitz bis Döbriach

June 9, 2018

Ein Lüftchen geht die Sonne scheint - wir sitzen im Schatten vor unserem Mobilheim auf dem Campingplatz in Döbriach. Unser erster Ruhetag nach 13 Wandertagen am Stück. Relaxen, Baden, Wäsche machen und Spaghetti kochen – tut einfach gut!

 

Schöne Gelegenheit zu reflektieren, Fotos zu sichern und an unserem Blog weiterzuschreiben.

 

Je nach Lust, Zeit, Wetter und Energie können auf dem „AAT“ Wegvarianten und Zusatzschlaufen gegangen werden. Adi hat in Mallnitz noch Lust auf den Stappitzersee und die Rabischschlucht. Monika liest unterdessen und geniesst ihre „Freizeit“!

 

Der bevorstehende Danielsberg lockt, vor allem wegen dem pittoresken Herkuleshof. Auf dem Weg, in Penk, verpassen wir zwar grad eine Prozession sehen aber noch die Festgänger in wunderschönen Trachten. Die Dorfmusik spielt, die Stimmung ist ländlich und gemütlich.

 

Generell sind die Leute freundlich und interessiert, es entstehen oft Gespräche mit Einheimischen am Wegesrand. Auch Getränke werden uns angeboten. Helfer am Wegesrand von einem Weitwanderweg nennt man auch „Trail-Angels“.   

 

Der Herkuleshof enttäuscht uns nicht, das Zimmer mit Balkon und Blick auf den See ist klein und dennoch grossartig. Auch Essen und der Wein sind fein. Wir geniessen den Spätnachmittag auf einer Bank am kleinen See.

 

Weiter geht’s durch die Barbarossa-Schlucht auf den Hühnersberg zum Kolmwirt. Ein landwirtschaftlicher Familienbetrieb. Wir werden sehr freundlich und herzlich empfangen. Wie schon so oft, waren wir die einzigen Gäste. Wir erfahren viel über den Betrieb, die Familie und die Philosophie. Alles wird frisch und selber gemacht. Es hat einfache aber grosse Zimmer mit Aussicht auf das Tal und den Millstättersee in der Ferne. Gerlinde, die Wirtin, erzählt uns lustige Geschichten. Für Adi kocht sie das beste Wienerschnitzel – mit viel Liebe zubereitet. Hier könnten wir locker ein paar Tage bleiben.

Von der einfachen Wohlfühloase auf der Alp, geht es in die Künstlerstadt Gmünd. Der Weg durch die Drachenschlucht ist aufgrund von Unstimmigkeiten zwischen einem Landbesitzer und der Tourismus-Organisation gesperrt. Die Alternativroute ist kürzer und bringt uns schnell ans Ziel.

 

Im schmucken und kreativen Städtchen findet man zahlreiche Ateliers und künstlerische Installationen auf öffentlichen Plätzen. Wir finden dennoch Zeit Proviant und Sonnencrème Nachschub zu besorgen und die ersten Bilder in die Photogalerie auf unserem Blog zu stellen.

 

Vor der heutigen Tagesetappe besuchen wir das einzige, private Porschemuseum. In Gmünd (Kärnten) wurden die ersten Fahrzeuge mit dem Namen Porsche gebaut. Der leidenschaftlich Sammler Helmut Pfeifhofer zeigt einige seltene und gut erhaltene Exemplare in seiner Ausstellung. Eine multimediale Präsentation über die Geschichte und Konstruktionen von Porsche gibt weitere aufschlussreiche Informationen. Auch für nicht Autofanatiker sehenswert.

 

Den Millstättersee haben wir lange immer von weitem gesehen. Die heutige Etappe bringt uns an sein Ufer, nach Seeboden. Speziell am heutigen Tag ist aber das Treffen am Abend mit Patrick. Er ist am Anfang seiner 3-monatigen Motorrad-Auszeit und kreuzt heute unseren Weg. Tolle Gelegenheit sich über die Reise und die Erlebnisse auszutauschen.

 

Der Trail führt bewusst stetig auf in die Höhe und runter ins Tal. Er will dem Wanderer die kulturellen und kulinarischen Vielfalten der jeweiligen Region zeigen.

 

Auf in die Nockberge! Nur für Wanderer mit guter Kondition, heisst es. Dies ist die Etappe mit den meisten Höhenmetern. Im oberen Teil gibt es die Möglichkeit direkt zur Alexanderhütte oder mit Umweg über den Tschiernock zum Ziel zu gelangen.

 

Die Wege trennen uns, Adi geht oben rum. Kurz vor dem Tschiernockgipfel kommt ein Gewitter auf und giesst heftigen Regen und Hagel über ihn. Innert kürzester Zeit ist er patschnass und die Temperatur sinkt. Donner und Blitze sind bedrohlich nahe und es gibt da oben keinen Unterstand. Die Nässe dringt trotz guter Regenjacke durch die Kleider. Das Handy wird geflutet...und ist bis jetzt noch nicht funktionstüchtig.

 

Moni schon geduscht und im Trockenen macht sich Sorgen. 2 Stunden später kommt er pudelnass und erleichtert in die warme Gaststube. Zum Glück noch mit dem Schrecken davon gekommen.

 

Am Ende dieser grossartigen und ereignisreichen Etappe lassen wir den Tag im hübschen Gasthof & Bio-Sennerei Alexanderhütte am Balkon des Millstättersees ausklingen.

Nach einer ruhigen Nacht in luftiger Höhe werden wir um 05.00 Uhr vom Almbetrieb geweckt. Kühe kommen zum morgendlichen melken...wir drehen uns noch einmal im Bett und bekommen dann um 7.30 Uhr ein feines Almfrühstück mit allem was das Herz begehrt.

 

Gestärkt wandern wir mit fantastischer Aussicht über den Grat zum Kamplnock und weiter zum Gipfelkreuz der Millstätter Alpe auf 2091 m.ü.M.

Alsbald wechseln sich Sonne und Regen ab. Das Granattor, ein beliebtes Fotomotiv erleben wir im dichten Nebel. Es symbolisiert die grossen Granatvorkommen (Edelsteine) in dieser Gegend. 

Dann erwartet uns ein langer und energieraubender Abstieg bis nach Döbriach.

Einzelheiten wollen wir euch und uns ersparen...

 

Mit letzten Kräften kaufen wir uns noch unser Abendessen ein und suchen den Campingplatz auf.

 

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